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Los geht’s

Heute startet unser lumbricus-Blogprojekt. Nachdem ich immer wieder erst mit Staunen, dann mit Wut, irgendwann mit purem Unglaube festgestellt habe, dass Flächenverbrauch für die allermeisten Menschen in  Behörden, politischen Gremien und Bevölkerung eine vollkommen Unbekannte ist, möchten wir daran etwas ändern. Verbände, Umweltbehörden und Landwirtschaft  weisen seit Jahrzehnten auf das Thema hin. Insgesamt verringert sich die Flächeninanspruchnahme in Deutschland, jedoch nicht so stark wie es notwendig wäre. (Siehe Blogbeitrag zu den planetaren Grenzen)

Bauplanung ist primär kommunal

Ein Grund dafür ist die dezentralen Zuständigkeit für Bauvorhaben. Natürlich gibt es politische Vereinbarungen, auch einzelne Instrumente um kommunalen Behörden die Bauregel „Innen vor Außen“ zu erleichtern. Doch im Zweifel entscheiden sich Orts- Gemeinde und Stadträte immer gegen den Boden und für das Baugebiet, sei es Gewerbe, Verkehr oder Wohnen. Und dass lässt Umweltschützer*innen und mobilisierte Bürger*innen ernüchtert zurück.

Die Summe ist das Problem

Doch es gibt sie auch, die guten Beispiele, bei der eine Zerstörung wenigstens stark verringert oder gar ganz vermieden wurde. Wo sich Mehrheitsverhältnisse zu Gunsten der bedrohten Gebiete geändert haben oder eine übergeordnete Behörde die Neuinanspruchnahme beschränkt hat. Diese wenigen Beispiele brauchen wir um Menschen für Bodenschutz und den Erhalt von Freiflächen zu ermutigen. Wir brauchen aber auch die vielen negativen  Beispiele um auf Enttäuschen vorbereitet zu sein und Wach zu rütteln. Insbesondere brauchen wir aber einen Eindruck von der Größe des Problem. Die Unterschätzung des Flächenverbrauchs und seine Folgen ist der entscheidende Grund warum sich Gemeinde- und Stadträte so oft gegen ihren Boden entscheiden. Die Summe aller dieser einzelnen Versiegelungen, Projekte und Pläne zeigt, wie groß das Problem wirklich ist.

Los geht`s

Dafür waren wir heute zum Ersten für den Lumbricus-Blog unterwegs. Wir wollen Flächenverbrauch und Boden und Landschaftszerstörung sichtbarer zu machen und die Aufmerksamkeit auf Probleme zu lenken, die sonst nur die Bevölkerung vor Ort bemerkt.

Viel Spaß beim Lesen und kontaktiert uns gern bei Wünschen, Fragen und Kritik

Niko und Jenni

Bild: Niko Martin – media production for the good

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